Vom Friesenjungen „Heinz“ zum Sauerländer „Thomas“

Campingplatzgeschichte

Teil 1: Friesenjunge „Heinz“

„Ich glaube, ich weiß da jemanden.“ Mit dieser Aussage kam 1970 der Niedersfelder Speditionsunternehmer und Mitgesellschafter der Liftgemeinschaft Eschenberglift Heinz Schleimer zum Ortsvorsteher Borgmann. Gesucht wurde jemand, der Interesse hatte, in der Nähe der 1965 ersten und 1968 zweiten Liftstation einen Campingplatz zu bauen. Am damals siebten Lift im Sauerland  stellten sich immer mehr Camper über die Wintersaison ein. Dieser „Jemand“, den Herr Schleimer damals meinte, waren Heinz und Gerda Jäger.


Gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung (Niedersfeld war damals noch eine eigenständige Gemeinde) wurde ein Areal gesucht und mit dem Berghang im Eingang zum Vossmecketal auch gefunden. Die Baugenehmigung für den Campingplatz sollte aber dann noch bis 1976 auf sich warten lassen, da 1974 eine Gebietsreform dafür sorgte, dass Niedersfeld der Verwaltung der Stadt Winterberg zugeordnet wurde. So musste dann mit dem Bauamt der Stadt Winterberg und mit der Kreisverwaltung Arnsberg die Genehmigung verhandelt werden. 1977 wurde endlich mit dem Bau begonnen. Aufwendig musste ein großer Teil des Areals mit Terrassen, einer Drainage und der Stromversorgung für die einzelnen Stellplätze aufgebaut werden.


Im November 1980 wurde dann der Betrieb mit ca. 140 Stellplätzen, pünktlich zum Beginn der Wintersaison aufgenommen. Die Sanitäranlagen bestanden damals aus vier Containern. Zwei für die Toilettenanlagen und zwei mit Waschbecken und Duschen. In den folgenden Jahren wurden die Sanitäranlagen durch ein großes Sanitärhaus erweitert, mit großen Wasch- und Duschräumen, geräumigen Toilettenanlagen, Geschirrspül- und Kochmöglichkeiten, Waschmaschine, und Wäschetrockner und einem Aufenthaltsraum für gemeinsame Feiern.
Auch die Stellplatzanzahl erhöhte sich noch im Lauf der Zeit bis auf heute 250 Stellplätze.
Im November 1982 konnte eine kleine Gaststätte, die „Pfeffermühle“ als Imbiss-Betrieb eröffnet werden. Die ersten Pächter waren Hedwig und Heinz Gördes. Nachdem Frau Gerda Jäger die Gaststätte zwei Jahre selber betrieben hatte, wurde diese 1986 neu an das Ehepaar Dagmar und Rainhard Gräfling verpachtet. Es wurde ein wenig umgebaut mit der Terrasse, dem „Glühwürmchen“, einer Außen-Gastronomie, und einem großen Zelt im Sommer.
Im Sommer 1986 kam dann auch der Sohn Hendrik Jäger als Verstärkung in den Campingplatzbetrieb. Im Laufe der nächsten zehn Jahre wurde der Generationswechsel innerhalb des Betriebes durchgeführt. Von 1995 bis 2013 war Hendrik Jäger als Geschäftsführer der „Camping an der Vossmecke GmbH“ im Platzbetrieb tätig.
Im Frühjahr 2005 wurde dann mit dem Bau des Sanitärgebäudes im unteren Teil des Platzes, als Ersatz der Containertoiletten, in Eigenleistung begonnen und in zwei Abschnitten bis 2006 in Betrieb genommen. 2010 wurde die Rezeption und das Büro mit der Werkstatt erneuert.

Teil 2: Sauerländer „Thomas“,

Neuausrichtung seit dem 01.10.2013

Zum 01.10.2013 übernahm der Ur-Sauerländer Thomas Stracke den Campingplatz, der nun „Camping-Vossmecke“ heißt. Seine gesamte Familie, Freunde und Bekannte helfen mit, den Platz zu modernisieren und Angefangenes zu Ende zu bringen. Auch die „Pfeffermühle“ wird seit 2016 in eigener Regie betrieben.

Seitdem merkt man den frischen Glanz, der auf dem Campingplatz Einzug gehalten hat. Wege wurden erneuert, die Rezeption und technische Anlagen modernisiert, das WLAN-Netz ist auf dem gesamten Platz verfügbar, für die Kinder entsteht ein neuer Spielplatz, …

Neue Menschen – Frische Ideen

Lassen Sie sich überraschen, was sich in den kommenden Jahren noch verändert! Thomas Stracke legt großen Wert auf einen engen Kontakt zu den Campern – schließlich ist er selber einer.

Anregungen und Ideen nimmt er gerne entgegen.